Hand

Nahaufnahme eines Händedrucks bei einer medizinischen Behandlung.

Handbeschwerden

– wenn Greifen, Halten und Bewegen zur Herausforderung werden 

Unsere Hände sind täglich im Einsatz – ob beim Schreiben, Tragen, Tippen oder Gestikulieren. Umso belastender ist es, wenn Schmerzen, Kraftverlust, Taubheitsgefühle oder Bewegungseinschränkungen den Alltag beeinträchtigen. Handbeschwerden können viele Ursachen haben – von Sehnenreizungen über Gelenkverschleiß bis hin zu Nervenengpasssyndromen

In unserer orthopädischen Praxis in Quickborn gehen wir Ihren Beschwerden auf den Grund. Mit einer zielgerichteten Diagnostik, konservativen und biologischen Therapien sowie bei Bedarf operativen Optionen helfen wir Ihnen dabei, die Funktion Ihrer Hand zu erhalten – und Schmerzen nachhaltig zu lindern. 

Rhizarthrose (Daumensattelgelenksarthrose) 

 – wenn der Daumen schmerzt und an Kraft verliert 

Der Daumen ist unser wichtigster Greiffinger – wenn er bei einfachen Alltagsbewegungen schmerzt, leidet die gesamte Handfunktion. Häufig steckt eine Rhizarthrose, also ein Verschleiß des Daumensattelgelenks, dahinter. In unserer orthopädischen Praxis in Quickborn bieten wir Ihnen eine präzise Diagnostik und moderne Therapien – konservativ, biologisch oder operativ – abgestimmt auf Ihre Beschwerden und Lebenssituation. 

Was ist eine Rhizarthrose? 

Die Rhizarthrose ist eine Arthrose des Daumensattelgelenks – also des Gelenks zwischen dem ersten Mittelhandknochen und dem großen Vieleckbein (Os trapezium). Dieses Gelenk ist besonders beweglich, aber auch sehr belastet. Mit der Zeit kann sich der Knorpel im Gelenk abnutzen – es kommt zu Schmerzen, Kraftverlust und Bewegungseinschränkungen

Typische Symptome: 

  • Schmerzen an der Daumenbasis, besonders beim Greifen oder Drehen (z. B. Flaschen öffnen, Schlüssel drehen) 
  • Druckschmerz im Sattelgelenk
  • Kraftverlust beim Zugreifen
  • Bewegungseinschränkung des Daumens 
  • Im fortgeschrittenen Stadium: Sichtbare Verformung oder Fehlstellung des Daumens 

Erste Anzeichen werden oft übersehen – eine frühzeitige Behandlung hilft, die Gelenkfunktion zu erhalten. 

Ursachen und Risikofaktoren: 

  • Natürlicher Gelenkverschleiß, v. a. ab dem 50. Lebensjahr 
  • Überlastung durch handwerkliche oder repetitive Tätigkeiten 
  • Bindegewebsschwäche oder genetische Veranlagung 
  • Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer 
  • Vorbestehende Verletzungen oder Instabilitäten

Diagnostik – gezielt und strukturiert 

In unserer Praxis prüfen wir gezielt Schmerzpunkte, Beweglichkeit und Greifkraft. Zur Absicherung der Diagnose führen wir ggf. folgende Untersuchungen durch: 

  • Röntgenaufnahme der Hand zur Beurteilung des Gelenkspalts und eventueller Fehlstellung 
  • Sonografie oder MRT bei unklarer Befundlage oder zur Beurteilung begleitender Weichteilprobleme 

Therapie – individuell, gelenkerhaltend, effektiv 

Ziel der Therapie ist es, Schmerzen zu lindern, die Greiffunktion zu erhalten und eine OP möglichst zu vermeiden. Dafür bieten wir Ihnen ein breites Spektrum konservativer und biologischer Maßnahmen. 

Konservative und biologische Behandlungsmöglichkeiten: 

  • Schienenversorgung (Rhizorthese) zur Stabilisierung und Entlastung 
  • PRP-Therapie (Eigenblut) zur Beruhigung des entzündeten Gelenks 
  • Stoßwellentherapie zur Förderung der Durchblutung und Linderung bei Weichteilreizung 
  • Manuelle Therapie und Übungsprogramme zur Mobilisierung und Kräftigung 
  • Infiltrationen mit Kortison oder Hyaluronsäure bei akuter Schmerzphase 
  • Beratung zu gelenkschonenden Bewegungsstrategien im Alltag

In unserer Praxis setzen wir gezielt orthobiologische Verfahren ein, um die natürliche Gelenkfunktion so lange wie möglich zu erhalten. 

Operative Therapie – wenn konservative Maßnahmen nicht mehr ausreichen 

Bei fortgeschrittener Arthrose und anhaltenden Beschwerden kann eine operative Versorgung sinnvoll sein. Mögliche Verfahren: 

  • Teilresektion des Vieleckbeins (Resektionsarthroplastik) – bewährter gelenkerhaltender Eingriff 
  • Sehneninterponate zur Gelenkpolsterung 
  • In ausgewählten Fällen: Gelenkprothese (Daumensattelgelenksendoprothese) 

Wir beraten Sie umfassend, welche Methode in Ihrem individuellen Fall geeignet ist – mit dem Ziel: dauerhafte Schmerzfreiheit bei möglichst hoher Funktion. 

Wieder kraftvoll zugreifen – gezielte Hilfe bei Rhizarthrose 

Ob beginnende Beschwerden oder fortgeschrittener Gelenkverschleiß: In unserer orthopädischen Praxis in Quickborn finden wir die richtige Lösung für Ihre Rhizarthrose. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin – wir nehmen uns Zeit für Ihre Hand. 

Karpaltunnelsyndrom

– wenn Hand und Finger kribbeln, taub werden oder schmerzen 

Einschlafende Hände in der Nacht, Taubheitsgefühle im Daumen, Zeige- und Mittelfinger oder Schmerzen beim Greifen? Dahinter kann ein Karpaltunnelsyndrom (KTS) stecken – eine Einengung des Medianusnervs im Bereich des Handgelenks. In unserer orthopädischen Praxis in Quickborn bieten wir Ihnen eine präzise Diagnostik und moderne, individuelle Behandlungsstrategien – konservativ oder operativ, je nach Schweregrad. 

Was ist das Karpaltunnelsyndrom? 

Der Karpaltunnel ist ein enger Durchgang am Handgelenk, durch den der Medianusnerv und mehrere Sehnen verlaufen. Wird dieser Tunnel z. B. durch Schwellung oder Verdickung eingeengt, gerät der Nerv unter Druck – mit der Folge: Missempfindungen, Schmerzen und Kraftverlust in der Hand

Das Karpaltunnelsyndrom ist die häufigste Nervenkompressionsstörung der oberen Extremität – betrifft Frauen häufiger als Männer, meist im mittleren Lebensalter. 

Typische Symptome: 

  • Kribbeln, Taubheit oder Brennen in Daumen, Zeige- und Mittelfinger 
  • Beschwerden besonders nachts oder morgens
  • Schmerzen beim Greifen, z. B. beim Halten einer Tasse oder beim Telefonieren 
  • Gefühl von „Schwäche“ in der Hand oder fallen gelassene Gegenstände 
  • In fortgeschrittenen Fällen: Muskelschwund (Atrophie) im Daumenballen 

Ursachen und Risikofaktoren: 

  • Wiederholte Belastung der Hand (z. B. bei Büro-, Montage- oder Fließbandarbeit) 
  • Entzündliche Veränderungen der Beugesehnen (z. B. bei Rheuma) 
  • Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft
  • Stoffwechselerkrankungen (z. B. Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion) 
  • Anatomische Enge oder Narben nach Verletzungen 

Diagnostik – klinisch, elektrisch, bildgestützt 

In unserer Praxis kombinieren wir eine gründliche klinische Untersuchung mit ergänzenden Verfahren: 

  • Funktions- und Provokationstests (z. B. Hoffmann-Tinel, Phalen-Test) 
  • Elektroneurografie (ENG) zur Messung der Nervenleitgeschwindigkeit (in Kooperation) 
  • Sonografie (Ultraschall) zur Darstellung von Nerv und Bandstrukturen 

Behandlung – stadiengerecht und individuell 

Je nach Ausprägung und Dauer der Beschwerden verfolgen wir ein abgestuftes Therapiekonzept – mit dem Ziel: Entlastung des Medianusnervs, Rückbildung der Symptome und Erhalt der Handfunktion. 

Konservative Therapie: 

  • Nachtlagerungsschienen zur Ruhigstellung in neutraler Position 
  • Infiltrationen mit entzündungshemmenden Medikamenten 
  • Physikalische Therapie (z. B. Nervenmobilisation, manuelle Techniken) 
  • Behandlung zugrundeliegender Ursachen (z. B. Stoffwechselstörungen) 

In frühen Stadien ist eine konservative Behandlung oft sehr erfolgreich. 

Operative Therapie – bei Therapieversagen oder Nervenschädigung 

Wenn die Beschwerden trotz konservativer Maßnahmen anhalten oder eine Nervenschädigung droht, empfehlen wir die operative Spaltung des Karpalbandes (Karpaltunnelspaltung) – meist in örtlicher Betäubung und als minimalinvasiver Eingriff. Dadurch wird der Druck auf den Nerv dauerhaft beseitigt. 

Wir übernehmen bei Bedarf die OP-Vorbereitung, Indikationsstellung und Nachbehandlung in enger Kooperation mit spezialisierten Handchirurgen. 

Kribbeln, Taubheit, Schmerzen? – Wir entlasten Ihren Medianusnerv 

Das Karpaltunnelsyndrom ist gut behandelbar – besonders, wenn früh erkannt. In unserer orthopädischen Praxis in Quickborn bieten wir Ihnen eine strukturierte Diagnostik und individuelle Therapie – für mehr Gefühl, Kraft und Lebensqualität in der Hand. Vereinbaren Sie gerne einen Termin

Schnellender Finger

– wenn die Beugesehne „hakt“ und der Finger hängen bleibt 

Ein Finger klemmt beim Beugen, bleibt plötzlich hängen oder „schnappt“ beim Strecken? Das deutet auf einen schnellenden Finger hin – medizinisch: Tendovaginitis stenosans. In unserer orthopädischen Praxis in Quickborn bieten wir Ihnen eine fundierte Diagnostik und moderne, individuell abgestimmte Therapien – von konservativ bis operativ. 

Was ist ein schnellender Finger? 

Beim schnellenden Finger handelt es sich um eine Einengung der Beugesehne im Bereich des sogenannten Ringbands (A1-Pulley) an der Fingergrundgelenksebene. Die Sehne gleitet nicht mehr frei in ihrer Sehnenscheide und bleibt beim Bewegen hängen. Beim Versuch, den Finger zu strecken, „schnellt“ er ruckartig nach vorne – daher der Name. 

Typische Symptome: 

  • Schmerzen an der Handinnenfläche über dem Grundgelenk des betroffenen Fingers oder Daumens 
  • Schnappendes oder hängendes Bewegungsmuster beim Beugen und Strecken 
  • Morgendliche Steifigkeit oder Blockade einzelner Finger 
  • Tastbare Knotenbildung an der Beugesehne 
  • Im fortgeschrittenen Stadium: Finger lässt sich zeitweise nicht mehr aktiv strecken

Am häufigsten betroffen sind Daumen, Ring- oder Mittelfinger – teils mehrere Finger gleichzeitig. 

Ursachen und Risikofaktoren: 

  • Verdickung der Sehne oder des Sehnengleitgewebes durch Überlastung 
  • Mechanische Reizung bei sich wiederholenden Greifbewegungen 
  • Rheumatische Grunderkrankungen oder Diabetes mellitus 
  • Hormonelle Einflüsse (z. B. nach Schwangerschaft) 
  • Engpass-Syndrome durch altersbedingte Veränderungen 

Diagnostik – gezielt, strukturiert, patientenorientiert 

Die Diagnose erfolgt meist klinisch anhand von: 

  • Bewegungsbeobachtung (Schnappen, Blockieren) 
  • Tastbefund über dem Sehnenverlauf 
  • Bei Bedarf: Sonografie (Ultraschall) zur Darstellung der Sehne und des Ringbands 
  • Ausschluss anderer Ursachen wie Arthrose oder Nervenirritationen

Therapie – gezielt, schonend, effektiv 

Ziel ist es, die Gleitfähigkeit der Sehne wiederherzustellen, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zurückzugeben – möglichst ohne Operation

Konservative Therapie:

  • Kortisoninjektion in den Sehnenscheidenbereich zur Reizlinderung (in ausgewählten Fällen) 
  • PRP-Therapie (Eigenblut) zur biologischen Entzündungshemmung 
  • Stoßwellentherapie zur Förderung der Gewebeheilung 
  • Physiotherapie und Dehnübungen zur Lockerung und Mobilisation 
  • Schienenversorgung zur temporären Entlastung bei nächtlicher Symptomatik 

In unserer Praxis setzen wir gezielt biologische Verfahren wie PRP ein – insbesondere bei Frühformen oder bei wiederkehrender Reizung. 

Wann ist eine Operation notwendig? 

Wenn die Beschwerden trotz konservativer Therapie bestehen oder der Finger regelmäßig blockiert, empfehlen wir eine operative Ringbandspaltung: 

  • Kleiner Eingriff in örtlicher Betäubung
  • Durchtrennung des A1-Ringbands über einen minimalen Hautschnitt 
  • Sofortige freie Sehnengleitfähigkeit 
  • Postoperative Mobilisation noch am selben Tag 

Wir führen die OP-Vorbereitung und Nachsorge in enger Abstimmung mit spezialisierten Handchirurgen durch. 

Ihre Hand soll nicht hängen bleiben – wir behandeln den schnellenden Finger gezielt 

Ein schnappender oder blockierender Finger kann den Alltag stark beeinträchtigen – die gute Nachricht: Die Behandlung ist meist unkompliziert und sehr erfolgreich. In unserer orthopädischen Praxis in Quickborn beraten wir Sie individuell und finden die passende Lösung. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin